Geschichte des Mittelalterlichen Marktes

Eine Reise in längst vergangene Zeiten

"Siegburg feiert den Weihnachtsmarkt anders" - so beginnen eine Vielzahl von Presseartikeln über den mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit in Siegburg.
Und das ist auch eine der Intentionen des Veranstaltungskonzeptes: eine Alternative zur sonstigen Weihnachtsmarktroutine in den deutschen Städten zu bieten.

So ist das stimmungsvolle Ambiente des Siegburger Marktplatzes in der Vorweihnachtszeit seit vielen Jahren die Kulisse für die Zeltstadt der Handwerker, Händler und Gaukler von Kramer Zunft und Kurtzweyl. Nachdem das Mittelalter im Jahr 1992 zum erstenmal zu Gast war, ist es der Stadt Siegburg gelungen, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung und Belebung mittelalterlicher Kultur "Kramer Zunft und Kurtzweyl" eine feste Tradition in der Vorweihnachtszeit zu etablieren. Aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kommen die Besucher zu dieser Veranstaltung ins Rheinland.

Gekleidet wie im späten Mittelalter zwischen authentisch nachgebauten Marktständen ohne elektrisches Licht verführen die Künstler den Besucher in eine andere Welt. Auch die Handwerker verzichten gänzlich auf die Bequemlichkeiten der heutigen Zeit, das Brot wird in einem Steinofen mit offenem Feuer gebacken und auch der Schmied oder der Steinmetz präsentieren ihr Handwerk ohne die Hilfe der Elektrizität. Darüber hinaus hat der Besucher die Möglichkeit, längst vergessene Handwerke wie Filzer oder Seiler kennenzulernen.
Gaukler und Narren unterhalten den ganzen Tag mit spontanen Stehgreifspielen, artistischen Kunststücken und musikalischen Darbietungen - selbstverständlich kommen auch hier nur "alte" Instrumente zum Einsatz. Viele davon sind heute überhaupt nicht mehr bekannt und werden interessieren Besuchern von den Künstlern gern erklärt.

In orientalischen Zelten kann der Besucher Märchen lauschen und auf der Bühne werden kleine Schauspiele aufgeführt.
Hier wird besonders darauf geachtet, regionaltypische Themen zu verarbeiten. So werden zum Beispiel Ausschnitte aus dem Mythos Anno II. von Köln, des Gründers der Abtei auf dem Michaelsberg, erzählt.
Sowohl Siegburger als auch regionale Legenden, die sich mit verschiedenen Handwerken beschäftigen, werden allabendlich bei speziellen Führungen zu Gehör gebracht.
Auch ins Marktgeschehen werden regionale Besonderheiten mit einbezogen. Angesichts der Tatsache, dass in Siegburg spezielle Wallfahrtsmärkte abgehalten wurden, bot es sich an, auf die überregionale Bedeutung Siegburgs als mittelalterlichen Wallfahrtsort einzugehen. So wird jeweils Samstags ein Pilgerzug dargestellt, in dessen Rahmen ebenfalls der Mythos Anno II. umgesetzt wird und Sonntags wird ein überliefertes Nikolausspiel aufgeführt, umrahmt von einem Lichterzug mit Fackeln und Kerzen.
 
Die ständige Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Konzepts - in den letzten Jahren mit besonderem Augenmerk auf Angebote für Kinder - wird von den Besuchern mit weiterhin steigenden Besucherzahlen honoriert.

Wenn auch Sie den Mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit besuchen wollen und weitere Informationen benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter.